EDU Kanton Aargau

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Ohne Palmöl sind Mensch, Landwirtschaft und Natur gesünder!

MEDIENMITTEILUNG

 

Zur Verhandlung für ein Freihandelsabkommen mit Indonesien

 

Die EDU fordert, dass die Schweiz die umweltzerstörerische Massengewinnung von Palmöl durch Grosskonzerne in Indonesien nicht zusätzlich durch Importerleichterungen fördert. Der Warnung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) vor sogenannten Prozesskontaminanten in Lebensmitteln, die raffiniertes Palmöl enthalten, ist ernst zu nehmen. Ausserdem ist in der Schweiz der Förderung der inländischen Rapsölproduktion Priorität zu geben.

Gemäss dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA gehört Indonesien zu den sieben Prioritätsländern der Schweizer wirtschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit. Die Schweiz unterstützt die Bemühungen Indonesiens um Reformen im Bereich des öffentlichen Sektors und im Wirtschafts- und Umweltbereich. Das EDA schreibt gleichzeitig auf seiner Internet-Seite: „Verhandlungen für ein Freihandelsabkommen EFTA–Indonesien sind im Gange.“ Tatsächlich verhandelt die Europäische Freihandelsassoziation EFTA schon seit Längerem mit südostasiatischen Staaten über Freihandelsabkommen, um Produkte aus EFTA-Ländern mit weniger Zollhemmnissen in jene Länder exportieren zu können.

 
Dabei ist aber aus Sicht der EDU und anderer besorgter Organisationen ein massiver Widerspruch in sich selber zu beklagen: Wenn mit einem solchen Freihandelsabkommen der indonesische Export von Palmöl gefördert würde, macht dies nur für Palmöl-Grosskonzerne Sinn.
 
Auf indonesischer Seite sind Mensch und Natur durch das grossflächige Roden oder Abbrennen der Urwälder zugunsten von Monokulturen zur Palmölgewinnung bedroht. Menschen werden vertrieben, die weltweit verheerenden ökologischen Folgen von grossflächigen Monokulturen sind hinlänglich auch bekannt. Grosskonzerne dominieren mit ihren Interessen noch stärker das Land.
 
Auf der Schweizer Seite verlieren die Konsumenten und die Landwirtschaft. Palmöle und Palmfette enthalten nachweislich mehr krebsfördernde und sonst schädliche Stoffe als andere Öle und Fette. Zu einer gesundheitlich und ökologisch sinnvolleren Verarbeitung von Lebensmitteln ist darum dringend die einheimische Rapsölproduktion zu fördern. Die Schweizer Landwirtschaft darf nicht durch Billig-Importe vom schädlichen Palmöl untergraben werden.
 
Für weitere Auskünfte:
Hans Moser, Präsident EDU Schweiz, 079 610 42 37
Roland Haldimann, Vizepräsident EDU Schweiz, 079 435 36 40