EDU Kanton Aargau
Home > Abstimmung > Abstimmungen 2016 > Kant. Parolen 27.11.16

Änderung vom 13.9.16 des Schulgesetzes:
Abschaffung des Berufswahljahrs

Parole des Kantonalvorstandes der EDU AG: einstimmig JA

Der Vorstand der EDU Aargau empfiehlt Ihnen einstimmig, dieser Vorlage mit Ja zuzustimmen. Der gleichen Meinung sind auch der Regierungsrat und der Grosse Rat mit 94 zu 29 Stimmen.

 

Begründung: Das Berufswahljahr wurde vor über 40 Jahren eingeführt um Schülerinnen und Schülern die Berufswahl zu erleichtern. Heute wird dieses Berufswahljahr nur noch an drei Standorten angeboten und nur noch von 50 Schülerinnen und Schülern besucht. Im Jahr 2000 waren es noch rund 400. Das zeigt, dass sich diese Schule in letzter Zeit selber abgeschafft hat. Die Begründung dazu ist nicht etwa die fehlende Qualität dieser Schule, nein im Gegenteil: Dies ist eine qualitativ gute Schule, jedoch wurden in den letzten Jahren vermehrt Anstrengungen gemacht und neue und bessere Angebote zur Berufsorientierung bereitgestellt.

Inzwischen ist die Berufswahlvorbereitung mit eigens entwickelten Lehrmitteln ein fester Bestandteil des Oberstufenunterrichts und die Berufsberatung wurde ausgebaut. Der Erfolg dieser Massnahmen zeigt, dass inzwischen weit mehr als 80% aller Jugendlichen eines Abschlussjahrgangs direkt in eine weiterführende Ausbildung übertreten können. Jenen, denen dies nicht möglich ist, steht nach der Volksschule ein 10. Schuljahr an der kantonalen Schule für Berufsbildung (ksb) zur Verfügung.

Für leistungsschwache Schülerinnen und Schüler steht weiterhin das Werkjahr zur Verfügung, wo die Jugendlichen in kleinen Gruppen gezielt auf realisierbare Anschlusslösungen vorbereitet werden.

 

Martin Lerch, Grossrat

Änderung vom 13. 9.16 des Steuergesetzes:
Begrenzung Pendlerabzug auf CHF 7'000.-

Der Vorstand der EDU Aargau empfiehlt Ihnen grossmehrheitlich zu dieser Vorlage ein NEIN in die Urne zu legen.

Begründung: Dabei geht es um den steuerlichen Abzug, den ein Steuerpflichtiger in der Steuererklärung zum Abzug bringen kann für die Auslagen der Fahrt vom Wohnort zum Arbeitsort, eben den Pendlerabzug. In den vergangenen Verhandlungen im Grossen Rat wurden betreffend dem Pendlerabzug viele Zahlen vorgeschlagen, auf welchen Pendlerabzug man sich wohl einigen soll? CHF 3'000, CHF 6'000, CHF 10'000, CHF 12'000? Letztendlich obsiegte die Zahl CHF 7'000. Wäre dies nicht ein vernünftiger Kompromiss? Warum sagt die EDU Aargau Nein dazu? Nicht alle Steuerzahlende haben das Glück, in der Nähe des Arbeitsortes zu wohnen, nicht alle Steuerzahlende haben das Glück, in einer Firma zu arbeiten, die den Standort nicht verlegen muss. Da bleibt oft keine andere Wahl, als den längeren Arbeitsweg in Kauf zu nehmen oder zu zügeln, was auch nicht immer so leicht machbar ist.

Kommt dazu, dass mit dieser Massnahme die Randregionen an Standortattraktivität verlieren würden und damit negative Auswirkungen auf diese Regionen fallen würden. Schliesslich ist der Kanton Aargau ein Kanton der Regionen.


Martin Lerch, Grossrat

Änderung des Gesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung im Kanton Aargau

Parole des Kantonalvorstandes der EDU AG: grossmehrheitlich NEIN

Bei dieser Vorlage geht es darum, den Anteil des Vermögensverzehrs bei Rentnern und IV-Bezügern in Heimen von heute 10% auf 20% zu erhöhen. Mit anderen Worten bedeutet dies, dass der Vermögensverzehr nicht 10 Jahre, sondern nur noch 5 Jahre dauert, bis Ergänzungsleistungen bezogen werden können.

 

Rolf Haller, Grossrat

Änderung des Wassernutzungsgesetzes

Parole des Kantonalvorstandes der EDU AG: einstimmig JA

Bei dieser Vorlage werden für die Revitalisierung von Gewässern jährlich weniger Mittel zur Verfügung gestellt. Konkret sind dies 5% anstelle von 10% des Wasserzinsertrages.

Dadurch dauern die Revitalisierungen zwar länger, die angespannte finanzielle Lage des Kantons wird damit aber deutlich entlastet.

 

Rolf Haller, Grossrat